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Zürcher Tagesanzeiger vom 29.10.2001 |
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| Die Veranstalter des "Kameratrackings" kritisierten den Trend zur zunehmenden Überwachung. Sie gaukle eine falsche Sicherheit vor und führe längerfristig zu einer Überanpassung an normiertes Verhalten. Allerdings sei man nicht generell gegen Videokameras, sagte Christoph Müller. Diese könnten sehr wohl auch der Sicherheit dienen, aber sie müssten sehr gezielt eingesetzt werden. |
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FR
vom 26.10.2001 |
Uns selbst mit den Augen anderer sehen Erstaunlich,
wie bereitwillig man demokratische Freiheiten gegen das Versprechen der
Sicherheit eintauscht. |
| ...Gewalt kann nur zerstören, sie führt nicht zu gemeinsamen Handlungen, um das Leben der Menschen zu verbessern. Dies ist der Zeitpunkt, meine ich, zu dem bescheidenen Geschäft zurückzukehren, über soziale Gerechtigkeit nachzudenken. | |
| Er empfahl ein Gipfeltreffen von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und Künstlern, um nach Lösungen für das Problem des Terrorismus zu suchen. |
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24.10.2001 |
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| der Hackerclub macht Kunst! | |
| und stellt manches in den Schatten, was so als interaktive Kunst firmiert... |
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22.10.2001 |
Tagesanzeiger, Schweiz |
| Berlin ist elf Jahre nach der Vereinigung politisch fast so gespalten wie zu DDR-Zeiten, die PDS zur einzigen Interessenvertretung des Ostens geworden. Dass das so ist, liegt vor allem an ihrem charismatischen Spitzenkandidaten Gregor Gysi. Auch die bedrohliche Weltlage hat eine Rolle gespielt. Die PDS hat als einzige Partei die US-Einsätze in Afghanistan laut kritisiert, | |
| ansonsten herrscht in der deutschen Politik diesbezüglich ein striktes Denk- und Frageverbot. |
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13.10.2001 |
Erich Böhme in der Sächsischen Zeitung |
| Ein Hauch von McCarthy | |
| Afghanistans Luft ist bleihaltig. Auch bei uns liegt Blei in der Luft, verbales. | |
| . | Eine Koalition der nationalen Einheit fordert die Unions-Vorsitzende Angela Merkel. Ihr Kollege Westerwelle von der FDP verdammt das "Parteiengezänk" aus dem Bundestag. Und der SPD-UvD Struck hält uns seit dem 11. September alle für Amerikaner. Das erinnert fatal an den markigen Spruch von Wilhelm zwei: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche." Diesmal mit der Variante: "Ich kenne nur noch Amerikaner." Und wer nicht bedingungslos für die ist, der ist gegen sie. Ich bin kein Amerikaner, und ich habe Angst, dass die gelegentlich bis aufs Blut gereizt - über ihr Ziel hinausschießen |
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11.10.2001 |
Friedmann-Schwarzer im ZDF |
| Chance vertan! | |
| Frau Schwarzer, | warum haben Sie Herrn Friedmann nicht gesagt: Halten Sie mal die Luft an. Wollen Sie etwas wissen von dem, was cih denke, oder wollen Sie mich fertig machen? Zeigen Sie demokratisches Verhalten, das heißt: zuhören! |
| Herr Friedmann, |
Sie
sind ein so kluger Mann; Ihre geistige Brillianz ist normalerweise
unschlagbar. |
| Frau Schwarzer, |
warum
haben Sie nicht gesagt: warum wollen Sie unbedingt eine schnelle Lösung? Niemand hat damit gerechnet. |
| Frau Schwarzer, |
warum haben Sie so viel Angst vor 30 000 radikalen Islamisten und weiteren 100 000 Sympathisanten? Wäre die Bevölkerung nicht anfällig für radikale Ideen, nüssten sie in ihrer Ecke bleiben. Diese spektakulären Einzelfälle können ihr Potenzial nur durch einen breiten stillen Widerhall entfalten. Und wenn dieser auch als sein Gegenteil daherkommt... |
| Frau Schwarzer, |
es geht auch anders. Die Schweiz hat auch ihr Desaster erlebt; in Zug, wo ich oft hinkomme. Dazu gab es auch noch die Swissair-Katastrophe. "Keine
Ordnung und keine Gesellschaft kann aber Racheakte oder Wahnsinnstaten
vollständig ausschliessen... |
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28.
09 2001 |
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| Ich habe meine Lieblingsfarben an. |
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28.
09 2001 |
Die beiden Türme des WTC fielen in ich zusammen wie genau gesprengte Bauten. Experten sagen, dass ein Flugzeug ein solch präzises Zusammensacken nicht verursacht haben kann. |
| Warum hören wir davon nichts in den Medien? | |
| doch, hier: | http://www.scientificamerican.com/explorations/2001/100901wtc/ |
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hier untersuchenWissenschaftler die statischen Strukturen und den Einsturz: die Gravitation hat zu der Kettenreaktion geführt: "a potential energy total of 1019 ergs (1012 Joules or 278 Megawatt-hours). That's about 1 percent of the energy released by a small atomic bomb." |
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Es
kommt, es kommt! Mein
Herz hüpft... |
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25. 09 2001 |
Storytelling |
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Unternehmenskonzepte,
die die Intuition integrieren
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| "learning is less about absorbing information than it is about becoming part of a community" | |
| (beim Lernen geht es weniger um das Ansammeln von Informationen als vielmehr darum, Teil einer Gemeinschaft zu werden) | |
| "Communicate
intuitively: We know more than we realize. The role of tacit knowledge has become a major preoccupation because it is often the tacit knowledge that is most valuable." |
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| "Humans have told stories since the cave, and there is a resurgence of interest in the art among today’s business leaders. What is new is the purposeful use of narrative to achieve a practical outcome. In this seminar, four leading thinkers on knowledge management explain why storytelling will become a key ingredient in managing communications, education, training and innovation in the 21st Century." | |
| ("Menschen
haben sich Geschichten erzählt, seit sie in Höhlen lebten, und
das Interesse an dieser Kunst erwacht unter Managern neu. Was neu ist, ist
die praktische Nutzbarmachung des Erzählerischen. In diesem Seminar
erläutern vier führende Vordenker des Knowledge Management, warum das Geschichtenerzählen eine Schlüsselrolle innerhalb der Geschäftskommunikation, Erziehung, Training und Innovation im 21 Jahrhundert einnehmen wird.") |
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| Steve Denning : | |
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Storytelling: The art of the springboard story Hier erklärt Steve Denning näher, wie das Geschichtenerzählen als Sprungbrett zur Veränderung funktioniert. Steve Denning war von 1996 - 2000 Direktor des Knowledge Management Programms der World Bank. |
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"We’re exploring the possibility that practical value might co-exist with genuine artistic integrity, something to get excited about. We want a century that is more responsive to modern life. We are not trying to impose a new kind of narrative logic and structure on an illogical world. Rather, we are trying to weave together the threads that will make the world better. Where science can make progress and make a useful contribution, that’s beautiful. Where it can’t it should step aside and let its sister contribute." |
| ("Wir
untersuchen die Möglichkeiten, wie sich praktischer Nutzwert und echter
künstlerischer Ausdruck ergänzen können; etwas sehr Aufregendes. Wir wollen ein Jahrhundert, das mit dem modernen Leben verantwortlicher umgeht. Wir wollen keine neue erzählerische Logik und Struktur in einer unlogischen Welt aufstellen. Vielmehr wollen wir die Fäden verknüpfen, die eine bessere Welt näherbringen. Wo die Wissenschaften Fortschritte machen können und einen nützlichen Beitrag leisten - wunderbar. Wo nicht, sollten sie zur Seite treten und ihre Schwester dranlassen.") |
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"About five years ago, in 1996, I found myself in a new situation where I had no hierarchical authority and where I needed to persuade the organization to make a major change. Suddenly, I found none of the stuff on which I had been relying worked any more – the analysis, the sharp distinctions, the mathematics, the quantification, the solid things like knowledge, the rational argument, the cerebral methods. None of these things seemed to work. I gave reasons to people, and they just didn’t listen.
And then I stumbled on something different. I found that |
| ...es gab eine bestimmte Geschichtenart, die nicht nur eine komplexe Idee rüberbringen, sondern auch, schnelles Handeln auslösen konnte. | |
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14.
09 2001 |
Tausend Herzen tief "Auch Dr. Motte musste irgendetwas machen und Zeichen setzen: Ein rührendes Happening auf dem Alexanderplatz" |
| ganz unprätentiös und unideologisch |
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14.
09 2001 |
SCHILY
CON CARNE |
| zdf-Forum Schily in der Sendung "Berlin Mitte" |
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Ich
sehe zufällig diese Sendung. Ich bin entsetzt. Einer, der einmal
auf der Seite der - sogar militanten - AntiamerikanistInnen stand, und
das zu einer Zeit und mit einer Öffentlichkeitswirkung, die nicht als
Jugendsünde abgetan werden kann; Man nennt das übrigens Zensur. In unserem Grundgesetz steht, Herr Rechtsanwalt: "Eine Zensur findet nicht statt." Egon Bahr ist Mitglied des Friedensforschungsinstituts sirpi. |
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Nein, das ist für mich nicht das Schlimmste in der ganzen Katastrophe. Die Menschenverachtung der Gewalttäter ist so verabscheuungswürdig wie deprimierend. |
Dort hat man klare Fronten. Aber nagle einen Pudding an die Wand... |
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Radikalismus kann nicht ohne eine breite Basis gedeihen. Einzelne Extremtaten sind nur ein Auswuchs einer breiten unterschwelligen Stimmung, und der Riesenaufschrei und die Betroffenheitsmaschinerie dient nur zur Auslagerung der Gefühle, die man bei sich selbst nicht wahrhaben will. |
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Im Radio höre ich einen Sprecher: Angst sei die bevorzugte Gefühlslage der Deutschen. Das lässt meine Panik im Nu verfliegen! Es stimmt: so richtig ich selbst fühle ich mich am meisten in einer solchen Katastrophensituation - nach 50 Jahren noch ein Erbe des Krieges? |
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LES EXTRÈMES SES TOUCHENT Was verbindet Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Innenminister Otto Schily (SPD) mit dem Anwalt Horst Mahler (NPD)? Alle drei waren Anwälte, wurden Duzfreunde und streiten sich heute als politische Gegner. Anwalt Horst Mahler war einst ein linker RAF-Terrorist. Heute ist Horst Mahler, 64, bei der NPD. Kanzler Schröder, 56, will sie verbieten lassen, und Innenminister Schily, 68, muss darüber möglicherweise mit Mahler vor Gericht streiten. Heute sinniert Mahler *über Schily: "Wenn ich heute sein Gesicht sehe, sage ich: Da ist was Fürchterliches passiert. Ich weiß nicht, was. Sein Gesicht ist eine Maske. Schily ist Machthaber geworden." *über Schröder: "Es war Gerhard Schröder, der die Bomber gegen Belgrad schickte... Und es ist Joschka Fischer, der Madeleine Albright küsst." |
| 54. Filmfestival Locarno | |
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Meine
Lieblingsfilme:
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"NABI" |
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Am
stärksten fand ich diese Szene: eine Geburt in den dröhnenden
Wellen des Meeres. |
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"BLACK
BOX BRD"
von Andreas Veiel |
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Ein
Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Terrorismus in der BRD. Langsam
kann angefangen werden, darüber zu sprechen. Allerdings drücken
sich viele - siehe Fischer, Schily; welcher auch in diesem Film an vorderster
Front zu sehen ist. Ich versuche mir klar zu machen, was es damals bedeutet hätte, hätte man diesen engagierten, eine bessere Welt erstrebenden, fehlgeleiteten Leuten gesagt, dass 25-30 Jahre später sowohl der Innen- als auch der Außenminister der BRD aus ihren Kreisen käme! |
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12.
August 2001
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| Island 2001 | |
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| Nirgends kann man so frei reisen! | |
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| Der Flieder blüht! |
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"Ein zeitgenoessischer Kuenstler muss postkonzeptuell sein. Selbst wenn er neorealistisch malt, muss er wissen, warum." "Es gibt auch nicht viele Kuenstler, die sowohl Träger einer intelligenten, nicht-naiven kritischen Sicht sind, und gleichzeitig Instrumente des Ausdrucks besitzen, die symbolische Kraft haben." Interview von Isabelle Graw, The Thing, 1996 |
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| Die Charta 2000 |
"...sollte der Beginn einer großen gemeinsamen Anstrengung sein, Grundsätze für echte politische Alternativen zu einer neoliberalen Politik zu erarbeiten..." (Pierre Bourdieu) |
| Plädoyer für eine humane Wirtschaftspolitik | Das erste Weltsozialforum Ende Januar im brasilianischen Porto Alegre hat als Gegengewicht zum Davoser Weltwirtschaftsgipfel eine neue Form der Globalisierung am Horizont auftauchen lassen. Und es hat gezeigt, dass durchaus solidarische Alternativen zu einem reinen neoliberalen Rentabilitätsdenken denkbar sind. Welthandel, Finanzinvestitionen und internationaler Warenverkehr müssen stärker auf die Bedürfnisse der Menschen und die Entwicklung der Weltgesellschaft ausgerichtet werden. Von RENÉ PASSET |
| 25. Februar 2001 | |
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Amtsblatt der Gemeinde Hettenleidelheim vom 8. Februar 2001 |
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Bilder! gebt uns die Bilder zurück!...Ich träume vom Symbol...das mich nicht loslässt, nach dem ich mich verzehre...Dies unsichtbare Ding, zum Greifen nahe und unirdisch zugleich... |
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aus: Botho Strauß: Wollt ihr das totale Engineering? Die Zeit 52, 20.12.2000 |