Ich bin stolz darauf, Deutsche zu sein, weil Deutsche nicht stolz drauf sind, Deutsche zu sein. |
Das habe ich noch nie gesehen |
3. Februar 2012 |
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noch gewusst, dass es das gibt |
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Ein Pfennigbaum, der blüht! Und zwar mitten in dieser eisigen Kälte!!! |
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jaja, scho recht... |
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Der Legende nach soll ja ein blühender Pfennigbaum dem Hause Wohlstand bringen... |
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In Mannheim gibt es keinen Antiziganismus |
29. Dezember 2011 |
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...denn wovon man nicht spricht, das gibt es nicht? |
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Artikel 49 (ex-Artikel 43 ex-Artikel 52) des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union ("Lissabon-Vertrag"):Die Beschränkungen der freien Niederlassung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats sind nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen verboten... |
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Worum geht es? Bezirksbeitratssitzung vom 21. Dez 2011. Bericht zu den Erkenntnissen der „Kommunalen Kriminalprävention – Arbeitsgruppe Südosteuropa“. Bericht zur Räumung des Gebäudes Hafenstraße 66. |
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Im Bericht im MM ist die Sitzung weitgehend korrekt wiedergegeben. Dass die Räumung des Gebäudes Hafenstr. 66 anders ausgesehen hätte, wenn nicht ein Akteur, der mit den BewohnerInnen arbeitet und eine Vollmacht der Hausversammlung besitzt, Alarm geschlagen hätte, fehlt allerdings in dem Bericht. |
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Taskforce und Räumung hängen eng miteinander zusammen: Instrumentalisierung der massiven Vorurteile gegen Roma in der Bevölkerung (man sagt allerdings nur noch "Bulgaren", um einen Aufschrei zu vermeiden), um persönliche oder stadtentwicklungstechnische Vorteile durchzusetzen. |
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Ich will euch heute nicht überfordern und beschränke mich auf 2 Dinge: 1. Die Stadt redet nicht mit den Leuten selbst und auch nicht mit denen, die mit den Leuten arbeiten. 2. Die Taskforce arbeitet weiter daran, Mannheim unattraktiv für "diese Leute" zu machen, obwohl fast alle Vorwürfe aus der Liste des Generalverdachts gegen Roma fallengelassen werden mussten. Details kann man gerne bei einem persönlichen Gespräch mit mir erfahren, Tel. 0621.3365421 |
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zu 1.: Der Räumung der Hafenstr. 66 ging eine Hausversammlung voraus, die zu einem Schreiben des Bevollmächtigten an die Leitung des Immobilienmanagements (neuer Besitzer der Immobilie) am 29. Nov. 2011, mit Hinweis auf die desolaten Zustände und der Einladung zu einem Gespräch. Dieses Schreiben wurde nie beantwortet. Statt dessen geht man in einer, wie der MM richtig schreibt, Nacht- und Nebel-Aktion gegen die Hausbewohner vor, denen im Angesicht eines ca. 10köpfigen Trupps, um 14 Uhr, wo die meisten Männer auf Arbeit sind, gesagt wird, dass sie innerhalb einer Stunde das Haus verlassen müssten. Es sind Familien mit teilweise kleinen Kindern. Nur durch die Alarmierung von Personen von außerhalb, die wiederum 2 Bezirksbeiräte alarmierten, wurde zurückgerudert und in den folgenden Tagen eine akzeptable Lösung gefunden. |
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zu 2.: Die Taskforce hält ihre Arbeit aufrecht, obwohl fast keine wirklichen Punkte mehr auf ihrer Liste sind. Diese Taskforce ist bei der Kriminalprävention angesiedelt; da es aber keine kriminologischen Auffälligkeiten gibt, wie die Polizei stets betont und weiter unten dargelegt wurde, hat man als einzige Punkte im Bereich Kriminalität noch Schwarzarbeit (Schwarzarbeit ist nur für den Arbeitgeber ein Strafdelikt, für den Arbeitnehmer gibt es nur ein Bußgeld) und die Hinterziehung von Steuern, weil man Betten weitervermeitet, ohne Abgaben zu entrichten. Dann noch Scheinselbständigkeit, die aber wieder nur ein Verdacht und nicht nachgewiesen ist. |
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Gewerbeanmeldungen sollen explizit erschwert werden und werden es nachweislich auch. Das widerspricht eindeutig EU-Recht (nochmal: "Die Beschränkungen der freien Niederlassung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats sind nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen verboten.") |
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Zu einem Zeitpunkt, wo sich die Aufregung in der Bevölkerung einigermaßen gelegt hat (die Diskriminierung allerdings nach wie vor massiv ist, wie auch eine Studie des Verbands der SInti und Roma belegt und die Bildungssituation von Roma in Deutschland desaströs ist, wie eine neue Studie des Verbandes mitsamt den Gründen dafür darlegt) – zu diesem Zeitpunkt einer Beruhigung der Lage kommt der Vortrag der Taskforce wieder mit den gleichen Argumenten, die sie dann Stück für Stück selbst widerlegen. Wie gesagt, ich will nicht wieder ins Detail gehen, wen es interessiert, macht einen Termin zum persönlichen Gespräch aus. Das Thema Antiziganismus illustriert aber am besten folgendes Beispiel aus dem Vortrag der Stadt: "die tradierte und wenig angepasste Lebensweise bewirkt selbst in diesen multikulturell geprägten Stadtteilen massive Probleme".Das ist ein Skandal. Selbst der Quartiersmanager hat inzwischen gemerkt, dass Roma Leute sind wie alle anderen auch, die nicht mehr Probleme machen als andere auch! |
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Spiel nicht mit den Schmuddelkindern |
15. November 2011 |
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Wir trauern um Franz Josef Degenhardt. |
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„Mich, wenn sie mich zu Grabe tragen, Franz Josef Degenhardt, Testament |
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Zeitlos. „damals gab es Schmuddelkinder, heute gibt es Schmuddelkinder – heute sogar mehr...“ Bei youtube : „Schmuddelkinder“ mit viel O-Ton und Informationen! |
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Keine kriminologischen Auffälligkeiten |
2. Oktober 2011 |
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...und trotzdem wird eine TaskForce eingerichtet! |
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Am 23. September war im MM zu lesen: |
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„Anders als in der Bevölkerung wahrgenommen, so Polizeioberrat Peter Albrecht, haben gefährliche Körperverletzungen nicht zugenommen“ |
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„Die Prostitution in der Lupinenstraße und auf dem Straßenstrich sei kriminologisch kaum auffällig“ |
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„keine Anzeichen für organisierte Strukturen“ |
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Dann steht da, unvermittelt: „"wir haben eine Taskforce gegründet." Klaus Eberle, Chef des Bereiches Sicherheit und Ordnung, meinte damit den Zuzug von Osteuropäern, vor allem Bulgaren, die häufig in "Schrottimmobilien" wohnen und zum Schein Gewerbe anmelden.“ |
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Eine Taskforce, weil einige Bulgaren in Schrottimmobilien wohnen und zum Schein Gewerbe anmelden??? Deutlicher kann man die dünne Sachlage und die völlig unangemessene Reaktion nicht beschreiben. Den Generalverdacht gegen alle Bulgaren und Rumänen, der jetzt erhoben wird. |
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Das soll Mannheim sein, weltoffen und tolerant??? |
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Mannheim soll unattraktiv gemacht werden |
2. Oktober 2011 |
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...und will Kulturhauptstadt 2020 werden! |
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Worum geht es? Stadtratssitzung „Sicherheit und Ordung“ am 29. Sept. Bericht zu den Erkenntnissen der „Kommunalen Kriminalprävention – Arbeitsgruppe Südosteuropa“. |
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Im Bericht im MM wird man dann nur noch von der „Arbeitsgruppe Südosteuropa“ lesen. Ist das sauberer Journalismus? Kriminalität wird diesen Zuwanderern per se unterstellt, obwohl es dazu keinerlei Fakten gibt, wie die Polizei stets betont. Ein anderer Artikel am selben Tag beschreibt die Situation differenzierter. Der Journalist hat selbst recherchiert und Betroffene befragt. |
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Zusammenfassung:Vorwürfe von falschen Gewerbeanmeldungen, Schlepperbanden, Prostitution, Schwarzarbeit. Für die drei letzteren gibt es keinerlei Zahlenmaterial! Geplante Maßnahmen: Mannheim soll unattraktiv gemacht, Gewerbe- und Wohnungsanmeldungen erschwert werden. Genau die Dinge, die sowieso schon sehr schwierig sind für die Leute! Wo Gewerbetreibende ein halbes bis ein Jahr auf ihre Steuernummer warten müssen! Keinerlei Maßnahmen werden erwähnt, wie die Leute unterstützt werden können, die ausgebeutet und herumgestoßen werden. Keinerlei Maßnahmen gegen Antiziganismus werden ins Auge gefasst. |
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Dabei wäre es so einfach: Wohnungen werden benötigt, dann werden sich die Probleme wie von selbst lösen. Und freundliche Hilfe bei Behördengängen, die das Vertrauen der Leute hat. Ein sehr guter Bericht, wie das funktioniert, hier: amarodrom |
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Was bisher geschah: Seit der EU-Osterweiterung gibt es einen vermehrten Zuzug von Leuten aus Bulgarien (und Rumänien). Die Leute sind sehr arm und zuhause großer Diskriminierung, strukturell wie direkt, ausgesetzt. Niemand verlässt seine Heimat aus Spaß. |
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Hier bei uns geht das Spiel von vorne los: erst kamen die Italiener und wurden geschmäht, dann die Griechen, dann die Türken. Jedesmal wird die Angst vor dem schwarzen Mann geschürt, denn es sind Südländer, und die halten sich gerne auf der Straße auf (was uns im Urlaub ja auch so gut gefällt), und sie haben vielfach dunkle Haare. |
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Aber jetzt kommt noch ein anderer Geschmack dazu: Antiziganismus. Viele der Zuwanderer sind Roma, aber auch Türken, die in Bulgarien auch als Minderheit diskriminiert werden. |
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Eine Arbeitsgruppe aus der Bevölkerung wurde gegründet, "Wohin geht der Jungbusch". Bei der ersten Sitzung konnte man dann mal alle seine Resentiments loswerden – zu der Zeit noch offen ethnisch gekennzeichnet. Einer der Hauptakteure hat wirtschaftliche Interessen: Eine Immobilie direkt neben den Häusern "mit Renovierungsbedarf". Anderen schwebt der Jungbusch als "Bobo"-Viertel vor – der Prenzlauer Berg lässt grüßen >>>. |
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Ordnung, Sauberkeit, Lärm. Das waren und sind immer wiederkehrende Vorwürfe. Wie oft haben wir dagegen gehalten, dass aus deutschen Studierendenkneipen viel mehr Lärm kommt. Dass der Müll in den sog. Schrottimmobilien nichts mit den Bewohnern zu tun hat, sondern mit den Miethaien, die die Häuser verkommen lassen, aber fleißig viel Miete kassieren. Dass zB am Studierendenwohnheim ebensolche Müllberge zu finden sind. |
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Auch die Sicherheit von Mädchen und Frauen, wenn man durch das Jungbusch City Center geht, wird eingeschränkt wahrgenommen. Die Polizei wird jedoch nicht müde zu betonen, dass es keinen Anstieg der Kriminalität durch die Bulgaren gebe. |
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Verkommene Häuser, Mietwucher, Schwarzarbeit, Gewerbeanmeldungen, die keine sind, Schlepperbanden, Prostitution. |
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Nr. 1, 2 und 3: das liegt weder in der Verantwortung noch in der Schuld der Bulgaren, und hat mit der Nationalität oder der Herkunft schon gar nichts zu tun. Einzig mit der Armut! Mehr Kontrollen von Cafes und Baustellen, das wäre der Weg. Und Vermieter zur Einhaltung ihrer Pflichten zwingen. |
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Gewerbeanmeldungen: Es gibt sehr viele Leute aus Bulgarien, die sehr wohl ein ordentliches Gewerbe betreiben, mit Buchführung, Steuererklärung usw. Dieser Mehrzahl der Zuwanderer wird nun das Leben schwer gemacht! Das Missverhältnis zwischen den Gewerbeanmeldungen an einer bestimmten Adresse und den tatsächlich angetroffenen Unternehmern erklärt sich zu einem großen Teil aus der unhaltbaren Wohnsituation der Leute. Sie werden herumgeschubst, müssen ihre Wohnungen verlassen, finden Unterschlupf bei Verwandten, weil kaum jemand an Bulgaren vermietet – und werden wieder vom Vermieter zurückgeholt, um wieder ein paar Monate Miete zu bezahlen. |
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Hier spielt auch ein bestimmter Zug in der Mentalität der Leute eine Rolle: große Angst vor Institutionen, keine Hoffnung, dass man sich wehren könne. Und es gibt keine Wohnungen. Wer vermietet schon an Bulgaren? |
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Und was die angeblichen Schlepperbanden angeht, von denen jetzt angeblich jeder weiß, dass es sie gibt – ohne dafür irgendeinen Beleg oder Beweis zu haben – Indizien: Sie würden immer mit den gleichen Dolmetschern auf der Gewerbeanmeldung auftauchen; sie würden aus nur zwei Orten kommen. Ich habe noch keinen Hinweis auf Schlepper bekommen, und ich habe großen Einblick. Wenn es eine Person gibt, die immer wieder mitgeht aufs Gewerbeamt – spricht sich das herum, genauso wie der Zuzug, der sich innerhalb der Verwandtschaft abspielt. Im übrigen kommen sie aus viel mehr Orten als nur zweien. Hier zeigt sich wieder nur die mangelnde Faktenlage bei der Arbeitsgruppe – die ja erweitert werden soll, aber man kann ja schon mal Behauptungen in den Raum stellen, die jetzt überall als Fakten gehandelt werden. Sofern es organisierte Kriminalität und Menschenhandel gibt – wofür die Polizei ebenso keine Fakten hat – dann hat sie mit den Leuten, die hier wohnen wollen und mit denen wir, die wir vor Ort mit ihnen zusammenarbeiten, nichts zu tun. Das ist eine andere Baustelle. |
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Zum Schluss noch ein paar Formulierungen, die in der Sitzung fielen, und die die Stoßrichtung nochmal sehr deutlich zeigen: Man will die Leute hier nicht. Übrigens: Die Arbeitsgruppe wird intern „Taskforce“ (sic!) genannt. |
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„..sozial wenig angepasste Lebensweise bewirkt selbst in diesem multikulturell geprägten Stadtteil massive Probleme“ (es gibt keine besonderen Probleme, die Lage hat sich sehr beruhigt, was die Polizeidienststelle bestätigt). „die allgemeine Kriminalitätsbelastung steigt an“ – die Polizei dementiert „es gibt einen Weg, wie Sie als Selbständiger Kindergeld erlangen können“ – Kindergeld ist Sozialleistungsmissbrauch??? Was können denn die Kinder für die Situation? „der Durchmarsch durch die Institutionen wird erschwert und unattraktiv gemacht“ – wie verträgt sich das mit EU-Recht, das ausdrücklich die Mobilität innerhalb Europas fördert und Hilfen bei der Ansiedelung fordert? |
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... brain workshop – triple n-back ... |
30. September 2011 |
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Man muss sein Gehirn nicht verrosten lassen! |
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Computerspiele trainieren nur eine ganz bestimmte Fertigkeit. Die Herausforderung der Wissenschaft ist es, Fähigkeiten zu erwerben, das Gehirn also so zu trainieren, dass ein Effekt auf andere Gebiete übertragen werden kann. |
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Der Brainworkshop erreicht als einziges Programm eben genau dies, laut Studien. Ich kann das bestätigen. Das Arbeitsgedächtnis des Gehirn verbessert sich; das ist so etwas wie der Fokus, eine Aufmerksamkeitskonzentration. Aber auch die Abrufbarkeit von Gedächtnisinhalten. |
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Ich bin bei triple 5-back! Das bedeutet 5 Schritte zurück muss man ein Zeichen wiedererkennen; und zwar triple – also dreifach: Position, Bild, Ton. |
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Wie bei allem darf man eben nicht faul sein – das muss man täglich trainieren... Der höchste Wert ist angeblich bei triple 9-back... |
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Diese Grafik ist schon frustrierend. Aber was wäre, wenn das nur Korrelationen sind, und keine Kausalitäten? wenn die mit dem Alter nachlassende Leistungsfähigkeit des Gehirns nur davon käme, dass die Leute je älter desto weniger ihre grauen Zellen beanspruchen?? dass das längst nicht so krass ausfallen muss, wenn man sein Gehirn ständig mit komplexen Aufgaben trainiert? Neulich sah ich einen Bericht über einen Sportler, der hat mit über 80 einem untrainierten 40jährigen noch was vorgemacht!!! Na bitte... |
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...und dann war da noch... |
24. Juni 2011 |
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die „Neue“ deutsche Rechtschreibung und die Wahrheit über Kommas! |
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Ich kann sie immer noch nicht. Früher konnte ich 99,9% korrekte Rechtschreibung! Wie soll man das wieder in den Kopf kriegen??? Diese Seite ist äußerst übersichtlich – vielleicht lerne ich es doch noch ... :D |
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Ah – endlich habe ich es gefunden, ich war ja schon sehr verunsichert: Nach Adverbialgruppen KOMMT KEIN KOMMA! Neuerdings machen da alle eins hin, und ich dachte schon das sei die Neue Rechtschreibung... |
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Muss ich jetzt deswegen den unsäglichen Basti zitieren? Bastian Sick, der mit dem Dativ seinem Genitiv :D , mittlerweile Pflichtlektüre an Gymnasien! und ein sagenhafter eingebildeter Korinthenkacker – doch! ich schreibe auch gerne richtig, wenn es drauf ankommt; aber sein Stil... ja doch, er gibt sich alle Mühe, bei dem trockenen Thema unterhaltsam zu wirken... aber der Unterton, Oberlehrer ist nichts dagegen... sick eben, wie sein Name schon sagt... |
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also zitieren wir erst mal eine andere Dame, die sich auch dieses Themas annimmt (bis man das findet, muss man ja erst mal drauf kommen, wie diese Dinger heißen, diese Adverbialen Gruppen oder Bestimmungen...) |
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und wenn man dann weiter sucht, kommen die schönsten Dinge zutage (oder zu Tage??): Auf der, je länger man guckt, immer interessanteren Site „Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker“ wird sogar der Duden kritisiert ;-) das haben wir gerne – bin ich etwa doch eine verkappte Oberlehrerin??? Selbst dieser (der Duden ;-) verkünde die weit verbreitete Fehlannahme: dass das Komma der Gliederung diene. Die Wahrheit: Es signalisiert Aufzählungen! Die Seite ist echt super, sehr gute Technik (nee, so weit gehnse jetzt doch net, dass se flexibel coden... aber sie haben ein ausgefeiltes print stylesheet, was heutzutage schon sehr viel ist...), klarste Gliederung, gute Themen – und ein Video zur Kommasetzung!! wo gips denn sowas... da können wir – fast von der arroganten Oberlehrerhaftigkeit absehen... |
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neee – video is nich, da is nur Ton, kein Bild :-( |
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Aber wir wollen, obwohl man sich so gut fühlt, wenn man dann Recht haben kann, wenn man dann die Recht Schreibung ;-) beherrscht – und man sich dann so schön distinguieren kann – wir wollen trotzdem nicht verschweigen, dass wir (Pluralis majestatis) eine so strenge Rechtschreibung abscheulich und unproduktiv finden; etwas mehr Lockerheit und die Möglichkeit, zB Kommas zur Gliederung und zur Melodieunterstützung einsetzen zu dürfen, wäre sinnvoll. |
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Und dann das, auch auf BL: „daß alle Zeitungs- und Buchverlage fünfzehn Jahre nach Inkrafttreten der Reformschreibung die Kommas nach den Regeln der alten Rechtschreibung setzen.“ erwischt, genau wie ich, aber: vor erweiterten Infinitivgruppen KOMMT KEIN KOMMA MEHR!! (Ausnahmen lest selbst dort nach, die erläutern das besser...) |
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Der Narr gilt oft als „verrückt“ |
1. Juni 2011 |
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Nasreddin Hodzha, Bukhara – der zentralasiatische Till Eulenspiegel |
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„Der Narr stellt die Wahrheit, Wahrheitssuche und die Freiheit an höchste Stelle, ja vor sein eigenes Leben. Seine Frage ist: Was stimmt (hier) wirklich? Was ist wirklich? Und wer sagt das? Und wer bin ich, der das sagt? Es stellt durch sein Spiel grundsätzliche Fragen an unsere Ehrlichkeit und an die Ehrlichkeit derer, die behaupten, sie wüssten was Wahrheit und was richtig, was falsch ist und wo die Grenzen zu ziehen sind. Er stellt die Absolutheit in Frage. Er bezieht sich auch auf den Intellekt und auf die Sinnfrage.“ |
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„Der Narr fällt im Alltag durch sein Verhalten, seinen Witz, durch sein „Scheitern“ oder „Anderssein“ auf, stößt oft an durch seine Schläue, durch seinen Intellekt oder durch seine Bereitschaft mit Wahrheiten zu schockieren.“ |
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Poesie |
5. April 2011 |
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facebook chat gedicht |
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11:18 hallo gertrud wigech getrut ish zaktiya wash ish vil fon mayne faecebook 2 oda 3 foto aba get net varum fon google.de getrut gen mayne faecebook mah du ish ways nish du vaysh mayn pasvoo gerturd hallo bishtu da nohh eyyyy mann gertturd Ahcan ist offline. |
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Aufklärung |
3. April 2011 |
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...warum es keine Demokratie mehr geben kann |
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weil niemand mehr in der Lage ist, die Dinge zu durchschauen. Nicht nur wegen der übermächtigen Meinungsmache auf allen Kanälen. |
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Wenn schon so kluge Menschen wie Scobel und MItscherlich die einfachsten Plattitüden der Meinungsmache nachplappern, wo ist da noch Hoffnung?? |
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Das Gespräch zwischen den beiden ist noch in der mediathek von 3sat. |
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Und zwar auch hier wieder: Antiislamismus. Ich unterstelle diesen beiden Personen, dass sie das gewiss nicht wollten! Umso schlimmer, wenn nicht mal sie es schaffen, die üblichen Scheinargumente zu durchschauen. |
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| Mitscherlich spricht vom Islam, der diese Jugendlichen hervorbringe, wie sie eine Patientin, eine Lehrerin, geschildert habe (die damit nicht fertig wird; weil sie als Frau ja eh keine Chance habe usw). Tatsache ist, dass daran nicht die Religion schuld ist. Das Milieu gibt es genauso bei Aussiedlerkindern, ebenso bei Italienern. Jeder, der mit Jugendlichen zu tun hat, weiß, dass bei diesen genau das gleiche Verhalten zu beobachten ist. Ebenso solche vom Balkan, christliche und muslimische, und das macht überhaupt keinen Unterschied. Es ist eine Sache des Milieus. Dazu gehört, dass die auffälligen Jugendlichen aus der Unterschicht kommen, und aus sehr traditionsgebundenen Familien. Und dieses Milieu, das es durchaus gibt, wird generalisiert! Generalisierung ist der erste Schritt zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. So weit verbreitet unter den Leuten aus den entsprechenden Ländern ist dieses Jugendlichen-Macho-Milieu allerdings nicht. |
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Weiters beliebtes islamfeindliches Argument ist die Rede von der Aufklärung, die im Islam nicht stattgefunden habe. |
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1. war die arabische Welt schon im Mittelalter sehr aufgeklärt, Beispiel Medizin, diese wurde um 1000 von Avicenna sozusagen „erfunden“, als so etwas bei uns noch Gotteslästerung war. 2. hat sie im Christentum kaum stattgefunden, insb. im katholischen (und orthodoxen) Teil nicht; und was die Gleichberechtigung angeht, nun, dazu muss ich nichts sagen, bei Zölibat, und wo bis heute Frauen nicht Priesterinnen werden können. 3. ist sie (die Aufklärung) eine weltliche Errungenschaft und 4. ist sie auch bei uns nicht so weit verbreitet... (wir erinnern uns, Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen...). Heute plappern ja selbst Journalisten alles einfach nach... |
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wie man Hoffnung verliert |
1. April 2011 |
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...einseitige Berichterstattung im Mannheimer Morgen |
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...und kein Aprilscherz |
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Der Artikel: MM v. 1. 4. 2011 „Wir haben es hier mit neuer Armut zu tun“ |
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Nun muss ich mich wieder damit beschäftigen, als hätte ich sonst nichts zu tun. |
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Ich war sowohl beim Rundgang als auch bei der Versammlung der Initiative "Wohin geht der Jungbusch?"dabei. Das Bild, das – auch von BewohnerInnenseite – gemalt wurde, war durchaus differenziert. |
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1. Sauberkeit Der zuständige Verantwortliche brachte es auf den Punkt. Er hat ein Maß für die Zufriedenheit / Unzufriedenheit der BewohnerInnen, jenseits von Meinungen und Gerüchten: Gemessen an dem, was er an Tatsachen vorfindet, ist die Anzahl der Beschwerden aus der Bevölkerung unterdurchschnittlich. Nichts davon im MM. |
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2. Ordnung Die Polizei betonte, wie stets, dass sie keine besonderen Auffälligkeiten haben im Jungbusch. Natürlich wissen sie, dass es immer eine Dunkelziffer gibt. Aber diese ist relativ zur Aufklärungsquote und lässt sich also auch abschätzen. ABer wenn selbst ein Landtagskandidat der Polizei vorwirft, dass sie das (die tatsächliche Kriminalität) nicht wisse – wie faktenresistent kann man denn sein! Nichts davon, von der Aussage der Polizei, im MM |
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3. Sicherheit s. o. – laut Polizei keine besonderen Auffälligkeiten. Was allerdings das Sicherheitsgefühl einiger BewohnerInnen (oder vielmehr Besucherinnen) angeht, so ist das natürlich durchaus ernst zu nehmen. Es hat aber nichts mit Tatsachen zu tun. Im übrigen gab es mehr Stimmen, auch von Frauen, die sagten, dass sie keine Angst im Jungbusch haben! Zu keiner Tages- und Nachtzeit. 3 Frauen drückten dies am Mikrophon aus. Eine Studentin, eine etwas ältere Irakerin und eine noch etwas ältere Italienerin. Nichts davon im MM. Es war ganz eindeutig: Leute, insbesondere natürlich Frauen, die hier wohnen und es kennen, haben keine Angst. BesucherInnen fremdeln erst mal. Nichts davon im MM. Na und? Schadet das der Entwicklung des Kindes etwa? Was ist normal?? |
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4. Familien Selbst Familien und Migranten zögen weg, weil es so schlimm sei. Richtig ist, dass Familien wegziehen, weil sie keinen günstigen Wohnraum mehr finden. Wohnungen werden an Studierende vermietet, da kriegt man mehr, und hat keine Probleme mit Kündigung, weil die nach spätestens ein paar Jahren sowieso wieder gehn. Und die, die am lautesten schreien, haben meist selbst am meisten Dreck am Stecken. Das berühmte „Haltet den Dieb“ – Spiel. Ich kenne Familien, die sehr gerne hier geblieben wären, und gerne wieder zurück kämen. Sie finden keine Wohnung. Nichts davon im MM. |
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5. Prostitution Laut Polizei gibt es weder Straßenprostitution, noch nenneswerte Wohnungsprostituion. Es kämen immer nur Gerüchte; konkrete Hinweise auf welche Wohnung wann was bekommen sie nie. Es gibt „private“ Prostitution. Aber die gibt es überall. Und sie ist nicht in nennenswertem Ausmaß. Und niemand zeigt auf die Männer, die sich so etwas kaufen! Im übrigen, wem schadet das? Es findet nicht in der Öffentlichkeit statt, sodass man sagen könnte, Kinder oder Jugendliche bekämen ein schlechtes Vorbild. (das sie im übrigen viel massiver aus all der Flut von billigen, frauenverachtenden Pornos bekommen, die sie sich ständig reinziehen. Da sagt aber außer mir keiner was!) Auch von dieser Aussage der Polizei nichts im MM. |
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Insgesamt muss es, wenn man den Artikel liest, im Jungbusch grauenhaft sein. |
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Welche Absicht steckt da dahinter? Warum legt es der MM darauf an, all die Mühe und Arbeit, die in die Veränderung des Images gesteckt wurde und wird, kaputt zu machen? Warum wollen sie das Image des Jungbusch weiterhin derart in den Schmutz zerren? Wollen sie die Stadtregierung beschädigen? |
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Image entsteht durch Meinungsmache. Nicht durch Tatsachen. Und der MM hat Monopol-Stellung. |
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Unabhängiger Journalismus? Erschreckend ist das. |
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Wetter App |
15. Februar 2011 |
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nanana! |
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bewölkt??? Gottseidank gibt es die Webcam – übrigens als Hintergrund in die Webseite eingebunden, das ist schon toll, was heute mölglich ist. Sie aktualisiert sich so oft, dass es eine richtige Bewegung ist! |
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... und es gibt nicht nur den Teich in der Reykjavíker Innenstadt, sondern auch die Blaue Lagune, da kannst du dann die Leute in der Schneelandschaft baden sehen... |
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wie Vorurteile gemacht werden |
2. Februar 2011 |
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...oder: Eine Unterrichtsstunde in Medienanalyse |
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Man nehme ein Merkmal: Nation, Volk, Schicht oder einfach rote Haare. |
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Dann nehme man eine scheußliche Tat, die von einer Person mit diesem Merkmal ausgeführt wurde und die – wichtig! – belegt ist, und beziehe sie auf alle Personen mit diesem Merkmal – |
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und fertig ist das Vorurteil, das den, der es benutzt, entlastet! _Die sind alle so böse, _Die sind schuld, _die machen die Arbeitsplätze kaputt, _die machen unser Leben unsicher. |
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Und schon brauchen wir nicht mehr darüber nachzudenken, woran es wirklich liegt – das wäre viel zu anstrengend! – und wo wir selbst unseren Anteil haben – die kognitive Dissonanz (auf deutsch: Fehler zugeben) würde uns zerreißen! |
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Ok worum geht's denn mal wieder ;-) |
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Mal wieder wurde die sog. Doku: „Zum Klauen gezwungen“ von Liviu Tipurita gezeigt. Von der BBC produziert, wird sie in regelmäßigen Abständen gezeigt, auf unterschiedlichen Sendern im In- und Ausland (bisher schon in 20 Ländern). |
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Der Untertitel verrät die ganze Strategie: „Wie Roma-Kinder zu Dieben gemacht werden.“ |
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Vordergründig geht es um die armen Kinder. Aber wer würde betroffene Kinder so schamlos vor die Kamera zerren? das erinnert an das unsägliche Dokuformat „Tatort Internet“. Auch dort werden betroffene Kinder nochmal gestresst, indem sie vor der Kamera ihre Geschichte erzählen sollen. Das findet sogar die WELT unerträglich. Man kann diese Filme sogar immer noch im Internet betrachten, die Filme sind online! Insgesamt gehen in dem Film über Bettler Aussagen, die die desolate, unverschuldete Situation zeigen, in denen in Rumänien viele Roma leben, völlig unter gegenüber den weitaus überwiegenden Strecken, die von Kriminalität bei Roma handeln. |
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Der Verein „Chachipe“, der sich für die Rechte der Roma einsetzt, hat eine Klage an die BBC gerichtet: |
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Dieser präzise und ausführliche Text ergibt eine hervorragende Unterrichtsstunde: wie man differenziert so eine Sendung auseinandernehmen und ihren hetzerischen Charakter nachweisen kann. |
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Artikel und Dokumente über den Prozess und die letztliche Ablehnung der Beschwerde sind auf Englisch (da kann man sogar noch Englisch dabei üben), und die wichtigsten Punkte sind: |
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Die ausführliche Korrespondenz und detaillierte, äußerst sachlich vorgetragene Beschwerde hatte keinen Erfolg – der Film schon („Strong piece of Journalism“), die Doku bekam 2009 sogar noch einen Preis der Foreign Press Association, London, als bester Sonderbericht des Jahres, als „Beispiel für wirklich ausgezeichnetes Fernseh Geschichten Erzählen, brilliante Kameraführung und großartige Effekte, die einen Film ausmachen, der sich wunderbar entfaltet und entwickelt, um ein kraftvolles Licht auf eine ergreifende Geschichte zu werfen.“ |
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| Trotz großer Unterstützung der Beschwerde, bis hin zum Europarat, hatte auch die dritte Beschwerde keinen Erfolg. |
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Es geht auch anders. Natascha – der Film. Zwei Jahre lang begleitete Ulli Gladik Natasha bei ihrem Bettleralltag in Graz und ihrem Familienleben in Bulgarien. Auch hier Bettler, auch hier Roma. Aber nach diesem Film geht man an keiner Bettlerin mehr vorbei, ohne ihr was zu geben. |
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Sprache |
25. Januar 2011 |
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...warum ich mich weigere, mich einer elaborierten Sprache zu befleißigen... |
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weil diesen Satz schon min. jeder Dritte nicht mehr versteht! |
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„Die Lösung des angeblichen Sprachrückstandes der Unterschichten solle also nicht darin bestehen, die Mittelschichten nachzuahmen, sondern in einer größeren Toleranz für die Sprache der Unterschichten. Sie sei nicht schlechter (defizitär), sondern nur anders.“ wikipedia über restringierten und elaborierten Sprache |
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Früher gab's mal die Devise: benutze keine Fremdworte, keine Fachsprache, die NormalbürgerInnen nicht verstehen. Sprich verständlich und in Alltagssprache. |
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Davon merke ich nicht mehr viel. Heute distinguiert man sich wieder über gehobene Sprache, erhebt sich über „niedere“ Leute mit ihrer „primitiven“ Ausdrucksweise. |
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„Aber auch ein deutlicher Mangel an kritischer Distanz zum eigenen Sprachgebrauch und Sprachniveau hat hier seinen Ursprung. Das Bewusstsein für das ganze Ausmaß der Verständnisprobleme von Schüler mit "restringiertem Code" und der Wille und die Fähigkeit, damit angemessen umzugehen, sind oft kaum oder gar nicht vorhanden - mit gravierenden negativen Rückwirkungen auf die Unterrichtserfolge bei Kindern aus mehr oder weniger bildungsfernen Elternhäusern, die bekanntlich nicht nur den "elaborierten Code" der Lehrer nicht selbst aktiv benutzen können, sondern auch mit dem passiven Verständnis desselben große Probleme haben bzw. glatt daran scheitern. Für sie erfolgt der Unterricht am Gymnasium, auch wenn er auf Deutsch stattfindet, im Grunde in einer Fremdsprache. “ |
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Oder in Teil 1 des Interviews: „Hat dieses Kind an einem deutschen Gymnasium "so wie es nun einmal ist" eine Chance? Jede Grundschullehrerin weiß: Wer am Gymnasium bestehen will, braucht einen ganz bestimmten sozialen und familiären Hintergrund, einen ganz bestimmten persönlichen Habitus, ganz bestimmte Merkmale und Qualitäten, von denen der blanke Fachleistungsaspekt nur einer unter vielen ist. Und entsprechend entscheidet sie.“ |
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Das hier ist eine schöne Liste zum Auswendiglernen ;-) „Die Faktoren, Verfahrensweisen, Regelungen und Gewohnheiten, das ganze Ensemble der Verhältnisse am Gymnasium mit den hochgradig sozial selektiven Folgen habe ich versucht unter dem Begriff "gymnasialer Habitus" zusammenzufassen. Als Hauptkomponenten des gymnasialen Habitus möchte ich nennen:
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Dazu passt auch die Diskussion um ein anderes Distinguierungsmittel: Lärm. Sieglinde Geisel legt in: Sternstunde Philosophie des Schweizer Fernsehens dar, wie Lärmempfindlichkeit als Attitüde der Verfeinerung mit dem Bürgertum entstand. Die Sendung kann online geguckt werden, oder auch heruntergeladen. Hier >> (9.1.) |
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Übrigens kann ich mich erinnern, das früher auch alles mal verinnerlicht gehabt zu haben. Als zB ABBA oben war – wie habe ich mich über Fans im Freundeskreis aufgeregt, mit einem so primitiven simplen Musikgeschmack! Auch wenn sich jemand modisch zurechtmachte – wie billig! wie unselbständig, unkreativ, unmenschlich! Statusprodukte – wie dumm! Geld – schmutzig! Bis ich merkte, dass eben jene Leute, die sich vornehm über solche Dinge stellen, in Wirklichkeit genauso darauf reagieren: Geld, neues Auto, schickes Aussehen. Das zieht in jeder Schicht! auch wenn man sich theoretisch noch so sehr dagegen wehrt. |
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Dieses Sich selbst Belügen, diese Gespaltenheit, dieses Unverbundensein mit den eigenen Gefühlen und auch mit anderen – das ist es, was gehobenere Schichten auszeichnet. Beispiele aus dem schon erwähnten Wikipedia Artikel:
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Also lass uns weiterhin LAUT UND DIREKT sein! |
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Freue Di-hich, freue dich |
22. Dezember 2010 |
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...singt unser Freund Peter unten auf der Straße... |
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Er geht, bettelt, singt, und jeder lässt ihn in Ruhe, im cafga darf er auch sein. |
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Weltklugheit |
22. Dezember 2010 |
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...nach Kant |
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Endlich weiß ich, warum ich keine gute Bürgerin bin ;-) |
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Wie aktuell ist doch das Erziehungswerk unseres Vordenkers und, ja, Leitkulturgebers Immanuel Kant immer noch, gerade auch bei seinen Beschreibungen der Verhältnisse: |
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In „Über Pädagogik – Abhandlung“ stellt er drei Säulen der Erziehung dar: |
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„Wenn das Kind der Weltklugheit überlassen werden soll: so muss es sich verhehlen und undurchdringlich machen, den andern aber durchforschen können. Vorzüglich muss es sich in Ansehung seines Charakters verhehlen. Die Kunst des äußern Scheines ist der Anstand. Und diese Kunst muss man besitzen. Andere zu durchforschen, ist schwer, aber man muss diese Kunst notwendig verstehen, sich selbst dagegen undurchdringlich machen. Dazu gehört das Dissimulieren, d. h. die Zurückhaltung seiner Fehler und jener äußere Schein. Das Dissimulieren ist nicht alle Mal Verstellung und kann bisweilen erlaubt sein, aber es grenzt doch nahe an Unlauterkeit.“ |
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Das ist der Grund, warum ich es nicht kann... sorry... |
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dafür wird man natürlich gemobbt... niemand will die Wahrheit wissen... |
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„Auf Menschenliebe gegen andere und dann auch auf weltbürgerliche Gesinnungen. In unserer Seele ist etwas, dass wir Interesse nehmen 1) an unserm Selbst, 2) an andern, mit denen wir aufgewachsen sind, und dann muss 3) noch ein Interesse am Weltbesten stattfinden. Man muss Kinder mit diesem Interesse bekannt machen, damit sie ihre Seelen daran erwärmen mögen. Sie müssen sich freuen über das Weltbeste, wenn es auch nicht der Vorteil ihres Vaterlandes oder ihr eigner Gewinn ist.“ |
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„Man kann sich durch Übung dahin bringen, dass man sich immer zum aufgeräumten Teilnehmer der Gesellschaft disponieren kann.“ Ich arbeite daran ;-) |
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Autos vor Menschen |
15. Dezember 2010 |
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...Bobos übernehmen den Jungbusch |
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Bezirksbeiratssitzung Innenstadt/Jungbusch. Es geht um die „Kreativmeile“. |
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Einheimische kommen nur mit Parkplatzsorgen vor. |
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Alles andere sind Zugezogene, Mittelschicht, wie nennt man die jetzt, nach Yuppies kommen Luhas und BoBos („Konservative in Jeans“ und „Kapitalisten der Gegenkultur“), aber im Jungbusch gibt es keine NOBNQ und kein NION, die sich gegen das Monopoly wehren würden. BoBos: „Für ein Stadtviertel ist ein Boboschwarm so verheerend wie für exotische Länder ein Touristeneinfall.” wikipedia oder hier |
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Da weinte sie und war nicht mehr zu trösten |
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Nicht dass wir uns falsch verstehen. |
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Natürlich begrüße auch ich eine Aufwertung am Kanal! Neue Gebäude, interessante Architektur, interessante Leute, die kommen. Und wie die Mitarbeiter auf der Stadt es geschafft haben, die Gelder für ein solches Projekt so schnell an Land zu ziehen! Das finden wir toll! Danke! |
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Auch die Verbesserung des Images des Jungbusch, die jetzt schon spürbar ist. Gut gemacht! |
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Es ist eine Frage des wie. Wären nicht auch Lösungen denkbar, die nicht die ansässige Bevölkerung vertreiben; die nicht ein Ghetto von BoBos übriglässt und ärmere Leute in Ghettos in anderen Stadtteilen treibt, wo sie dann als „integrationsunwillig“ abgestempelt werden? |
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Mannheimer Privilegien reloaded– das wäre wirklich innovativ! Schafft freundliche Bedingungen für Einwanderer – und der Ruf von Mannheim wird weltweit strahlen! Ein integriertes Konzept der Willkommenskultur und Unterstützung von Fremden! |
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Vielfalt ist doch gerade das, was den Jungbusch attraktiv macht – neben der Lage und der Bausubstanz natürlich. Die Mischung im Jungbusch ist gerade richtig, es gibt Bobos, Yuppies, Luhas, Arme, Reiche, Obdachlose, Inländer, Ausländer, Nebenländer – und alle sollen einen Platz hier haben! |
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Die Menschen kamen in der Sitzung jedenfalls nur ein einziges Mal vor, einer erwähnte „migrantische Künstler“ aus dem Jungbusch, die im neuen Kreativzentrum bevorzugt werden könnten... Aber die Bevölkerungsmehrheit, die Leute, die hier wohnen und leben, seit vielen Jahren; Leute aus der Unterschicht natürlich – nur zwei erheben die Stimme, und sie kommen mit Parkplätzen. Auch andere Wortmeldungen, Bewohner und Bezirksbeiräte: Parkplätze. Ich höre außer Aufwertung immer nur Parkplätze. Autos sind also auch im Jungbusch schon wichtiger als Menschen.Die keine Wohnungen haben, zu zehnt in zwei Zimmern leben, überhöhte Mieten bezahlen müssen und als Familie überhaupt keine bezahlbare Wohnung mehr finden. |
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Oder Gebäude. Gebäude werden auch vehement betütelt. Die Teufelsbrücke. Einer sprach mir aus dem Herzen: die Teufelsbrücke, sie ist hässlich! Für Denkmalschutz natürlich keine relevante Eigenschaft, aber auch als Bauwerk ist sie, offiziell vom Denkmalschutz, nicht schützenswert. Nur in Verbindung mit der Mechanik. |
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![]() Düsseldorf Medienhafen |
Versteht mich nicht falsch, ich will auch, dass es schön aussieht. Ich möchte auch die Kauffmannmühle entwickelt sehen (aber wir brauchen auch undefinierte Räume, nicht jeder Zentimeter sollte überplant sein – die Bäume und deren „Unordnung“ finde ich bereichernd. Geh mal in die Schweiz, dann weißt du, wie es ist, wenn jeder Millimeter deines Lebens beplant ist! für die sind wir Deutschen übrgens dritte Welt, so chaotisch, schmutzig und laut, wie es bei uns zugeht ;-) und alles so billig! besonders das Fleisch!!). Ich wiederhole es immer wieder, wir wollen kein Prenzlauer Busch, keinen Mannheim Medienhafen oder Innenhafen. |
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Und mit ihnen die coole Atmosphäre, die exotische Kulisse, das bunte Völkchen, die Adrenalinausschüttung ob der kriminellen Luft, die gottseidank nicht real ist, eben ein bisschen Nervenkitzel wie auf der Achterbahn. |
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Erhalten – ich bin ja im Grunde die einzige, die versucht, alle Dinge zu erhalten. Die repariert. Nichts wegschmeißen möchte. Dinge lebenslang benutzen. Der alte ovale Nussbaumtisch meiner Großtante, der auseinanderfallt – ich will ihn! Ich stopfe noch Socken! Ich bringe meine Schuhe noch zum Schuster! Aber etwas so hässliches wie diese Teufelsbrücke – und jetzt haben sie eine Variante, die die denkmalschützerisch wertvolle Mechanik erhält, teilweise wieder sichtbar legt – eine Fußgängerüberquerung wird gewährleistet – das ist perfekt. Aber sie wollen die alte Brücke. Als gebe es nichts Wichtigeres. Wie diese Sanierung des Gebäudes in der Jungbuschstraße. Da wird ein Antrag gestellt, Fassaden sollten erhalten bleiben – das ist eben nicht die Art Neues, die die Akteure goutieren. Geschmack ist relativ. Geschmack distinguiert. |
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Die Brücke ist kein Denkmal als Bauwerk. Die Mechanik ist erhaltenswert. Nicht die Optik. Auch nicht in einer früheren Form. Sie ist nicht hässlich, weil sie heruntergekommen ist: sie ist einfach baulich nichts besonderes! Wie kann man die Leute so blenden! |
Thomas Hanl |
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Was haben die tausend Leute unterschrieben: dass die Brücke erhalten werden soll. Haben sie damit die Brücke in ihrer Form gemeint? oder im wesentlichen die Verkehrsanbindung, ihren Überweg? Ein Anwohner bringt es auf den Punkt: Er habe auch unterschrieben, aber jetzt, der Vorschlag, mit der Wegebeziehung, da ist er dafür. |
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Und dieser Mann kann geschliffen und selbstbewusst reden. Aber selbst der ist jetzt für das neue Modell. Wofür kämpft ihr noch? Ihr habt doch viel erreicht, und dafür sind wir dankbar! Dass wir eine fußläufige Überquerung bekommen! |
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Das Bürgertum verroht |
7. Dezember 2010 |
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...das fehlt noch beim gestrigen Artikel ... |
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"Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden." In diesem Jahr waren es bereits 26 Prozent der Deutschen, die dies forderten. |
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„In der Gruppe der Besserverdienenden ist ein deutlicher Anstieg abwertender Einstellungen gegenüber verschiedenen schwachen Gruppen in der deutschen Gesellschaft zu beobachten. Rechtspopulistische Einstellungen nehmen bei den Einkommensstarken deutlich wahrnehmbar zu. Sie verbinden sich mit islamfeindlichen Haltungen und sind aggressiv aufgeladen. So lauten die wichtigsten Zwischenergebnisse der empirischen Langzeituntersuchung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, die ein Team um den Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer am Freitag in Berlin vorgestellt hat... SZ v. 3.12.2010 über hintergrund.de |
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oder die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung vom Oktober: Stichworte: Gewöhnung an alltäglichen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit als „Einstiegsdroge in den Rechtsextremismus“ Bericht über die Studie bei brn >> |
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„Darf ich bitte mal ausreden??!“ |
6. Dezember 2010 |
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...Verbrechen gegen die Menschlichkeit... |
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nein achwas aber manchmal bin ich doch schon sehr entsetzt über den Mangel an Menschlichkeit, der sich in solchen Äußerungen offenbart. |
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Vor allem der damit verbundene unverblümt erhobene Zeigefinger: du ungezogenes Kind! kannst du dich nicht benehmen??! |
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Es gibt unterschiedliche Kommunikationsstile. Es gibt einen Stil der bürgerlichen Mitte, leise, emotionslos, ruhig, keine Gesten keine Mimik. Jede hält eine Rede, dann kommt der andere dran... |
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Es gibt einen Unterschicht-Stil: laut, lebendig, voller Bewegung, aufbrausend und auch still, ablesbar, und man darf auch miteinander reden, sogar gleichzeitig, und niemand beschwert sich ;-) |
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Es gibt kulturell unterschiedliche Stile Leute, wenn ihr wüsstestt, wie die Schweizer euch ansehen! Gegen deren Gesprächsstil sind wir brutal, chaotisch, laut, ohne Manieren, unhöflich, respektlos. Ja, die Schweizer mögen die Deutschen nicht. Sie nennen sie arrogant und laut. und nicht nur so überspitzt wie Laura de Weck, die im Literaturclub von Iris Radisch aus "Nachbarschaften" liest, aus Tintenfass Nr34, Diogenes, und hier >> kann man sich das anhören, es ist umwerfend (gleich am Anfang) |
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Auch für Engländer sind wir kulturlose Banausen... nie würde ein Engländer einen vorwurfsvoll darauf hinweisen, wie schlecht man sich benehme, weil man ihn nicht aussprechen lässt! Ja ich möchte sogar behaupten, ein Engländer ist in der Lage, sich auch darauf einzustellen... |
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Die Vorwürfe, das sofortige Abwerten des anderen, das damit Hand in Hand geht, ständig, überall, das finden viele Leute nicht so lebenswert, und es ist nicht so, dass alle fürchterlich gerne in das tolle Deutschland kommen wollen, im Gegenteil, das Bild von Deutschland kann im Ausland sehr hässlich aussehen, langweilig, leblos, starr, kalt, herzlos, kontaktgestört |
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Ja es ist auch bekannt, dass wir ein Auswanderungsland sind! Mehr Menschen verlassen Deutschland als hierher kommen. Schon seit 2006 ziehen mehr von hier in die Türkei als umgekehrt – in den vergangenen beiden Jahren beträgt der Saldo jeweils etwas mehr als 10 000 Menschen. Das sind Ergebnisse einer Studie des Bundesinnenministeriums vom Oktober. siehe „Zeit“ v. 12.10.2010 |
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dort dann nicht nur die Forderung nach einer Willkommenskultur, sondern auch mal differenzierte Kommentare, zB von "cherrypicker": „Sündenbockprinzip. In einem Land, in dem die Nettolöhne seit zehn Jahren nicht gestiegen sind und die Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes auch für weite Teile der Mittelschichte eine greifbare Realität darstellt, darf man sich nicht wundern, wenn Sündenböcke für die eigene Misere gesucht werden...“ |
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Vermeer – Dresden – Briefleserin |
21. Oktober 2010 |
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...wenn das alles ist... |
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Ich reise extra nach Dresden, eine Ausstellung von Bildern meines Lieblingsmalers: Der frühe Vermeer |
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Stimmt! Aber es sieht doch schon mal gut aus, oder? Ja, das Bild mit dem Cupido – das ist doch gar nicht auf dem Gemälde... nein, aber in einem früheren Zustand war es da. |
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Ja ... sie haben das Zimmer nachgebaut! Oben das Foto zeigt diesen Nachbau. Was auf dem Foto gut aussieht, ist in Wirklichkeit unerträglich – wenn man Vermeer liebt. |
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Es sieht nämlich mehr so aus: Das Licht, das vom Fenster hereinstrahlt, ist grell und blendend hell. Die Wand, auf die das Licht im Original in solch ausgesuchter Abstufung fällt, ist einfach in der Mitte heller angelegt. Aber so brutal undifferenziert – man kann es einfach nicht fassen. Angeblich von „Studenten des Fachbereichs Bühnenmalerei der Hochschule für Bildende Künste Dresden“... es ist nicht zu glauben. Die können das besser! Aber mehr noch: Das Haar, diese feine Kurve des Originals über Stirn und vorderen Teil des Oberkopfes hinweg bis zur gesteckten Frisur; diese Linie, die viel von der Ausstrahlung des Mädchens vermittelt – was müssen wir erleben? wuscheliges Haar, die Stirn ganz falsch; abgesehen vom Gesicht... und dabei wurde der Kopf extra für dieses setting modelliert! Und das ist noch lange nicht alles: |
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Der Teppich, wichtigstes Utensil in Vermeers Werken, der Teppich, der immer im Vordergrund, kunstvoll drapiert, liegt und die Barriere, den Bühnenrand sozusagen zum Bildraum dahinter bildet; der Teppich, der einen Großteil der Bildfläche einnimmt und immer delikat gearbeitet ist – für diesen Teppich nehmen sie Auslegware! mit einer festen Rückseite, sodass er steif und unnatürlich sich faltet – von Fallen kann keine Rede mehr sein. Der Vorhang, der zurückgeschlagen auf dem Fenster liegt – in einem künstlichen Rot, wie es dieses damals noch überhaupt nicht gab! |
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Ja, der Effekt stellt sich trotzdem ein: diese Stille, diese Intimität. Die Räumlichkeit – bringt nicht gerade viel für das Verständnis des Bildes. Dafür, dass ein Architekt extra ein Programm geschrieben hat, um die Maße des Raumes herauszufinden... die der Künstler sowieso nach seinen Erfordernissen auf dem Bild hinbog... |
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Das Schlimmste hat man da aber schon hinter sich: die Präsentation dieses Hauptwerkes. |
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Es ist hinter einem Tisch aufgehängt; dieser steht auf einem Podest und soll wohl, zusammen mit einer merkwürdig dekorierten Obstschale, und einem Schrank aus der entsprechenden Zeit, einen Eindruck von der Entstehungszeit und der Anordung eines solchen Bildes im wirklichen damaligen Leben geben – was ich auch wieder schlicht bezweifle, denn der Künstler hat sehr lange an dem Bild gemalt, ein bis zwei Jahre, und wer so etwas kaufen konnte, hat es bestimmt nicht hinter ein Tischchen gehängt. Solche Arbeiten wurden eher zentral präsentiert, womöglich noch mit einem Vorhang davor, den man dann ehrfurchtsvoll zurückzog. Jetzt kann man nicht an das Bild herangehen und die außergewöhnliche Maltechnik bewundern und studieren; nicht diese exquisiten blauen Punkte im blonden Haar, die als Beispiel im Begleitfilm so hervorgehoben werden, als zukunfstweisende Erfindung, als Vorwegnahme des Impressionismus... Eine Wärterin sitzt neben dem Bild (ja die Wärterinnen in Dresden, ein Kapitel für sich... ich erkläre die Maltechnik an dem anderen wunderbaren Bild Vermeers, der „Kupplerin“, und mein Finger gerät 5 cm nahe ans Bild heran – das im übrigen hinter Glas ist! Ich werde angefaucht und ausgeschimpft, und völlig frustriert werfe ich zurück, ich bin extra wegen diesen beiden Bildern nach Dresden gekommen... „waren wohl noch nie in einem Museum“ kommt da zurück!! Sie waren noch nicht in London sage ich gerade, da stellt sich eine ältere englische Lady neben uns, um auch die Maltechnik zu studieren – und wird gleich ebenso angefahren! entsetzt weicht sie zurück, völlig konsterniert weiß sie nicht, was sie falsch gemacht hat. Ich kann es nicht glauben, so viel preußische Selbstgerechtigkeit, Kälte, Menschenhass möchte man fast sagen; immer diese Vorwürfe, du kannst gar nicht mehr schauen, so beengt und eingeschüchtert fühlst du dich. |
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Der Vorhang, ja, nächster Kritikpunkt! Die Ausstellungsmacher meinen, nach eingehendem Studium, der Vorhang sei, als Trompe l'œil, so gemalt, als hänge er tatsächlich vor dem Bild. Eine zweite Wirklichkeitsebene sozusagen. Liebe Leute, dann hätte er einen leichten Schatten unter die Kante links am Vorhang gemalt! der Schatten, wo der Vorhang am Bild anliegt... Das wichtigste Mittel, um den Augentäuschungseffekt zu erreichen... |
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Es ist nicht zu fassen, dass ein solch renommiertes Museum mit all den Projektpartnern nicht in der Lage ist, das besser hinzukriegen! |
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Düsseldorf – Medienhafen – Semir Zeki – Werner Hahn |
30. September 2010 |
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von Neuroesthetics zur Symmetrie als Evolutionsprinzip |
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Man glaubt es nicht: man findet doch immer wieder höchst interessante Dinge zum Thema "Symmetrie/Ornament als Blaupause der Welt".s In Düsseldorf in einer Veranstaltung im Rahmen das Quadrienale im Medienhafen habe ich einen Vortrag des großartigen Neurobiologen Semir Zeki ("Neuroästhetik") gehört. In Kurzform: Künstler wie Alexander Calder oder Jean Tinguely stimulieren mit ihren Arbeiten exakt die Gehirnzellen, die für Bewegung zuständig sind. Künstler finden das intuitiv heraus!! Die Neurowissenschaften mit ihren bildgebenden Verfahren bestätigen das nur, plastisch sichtbar für jeden. Aber viel Neues bringen sie nicht. Wie sagte Semir Zeki: Wir wissen fast nichts über die Organisation des Gehirns... Essay von Semir Zeki in der FAZ: "Verändert Schönheit unser Gehirn?" Und auf dieser Reise durch die Weiten der (Internet-)welt fand ich zu Werner Hahn, und ich, die Ornament Spezialistin ;-) habe noch nie von ihm gehört! Unverzeihlich... |
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Bild 8 aus Beitrag: Evolutionäre Theorie von “ALLEM” (ETOE-Teil 3): „EVOLUTIONISM”-UNIVERSALISM-Kunst nach... |
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Semir Zeki: This is why I believe that artists are, in a sense, neurologists who unknowingly study the brain with techniques unique to them. scienceonline |
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Apartheid im Jungbusch |
22. September 2010 |
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"Wir" wollen "unseren" Jungbusch soundso... – Der Bildungsbürger als Norm |
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Man möge mir verzeihen. Dass ich das hier schreiben muss. Aber da ich keine Rednerin bin und in Gruppen nicht gut sprechen kann, ist das meine einzige Chance. Auch wenn ich weiß, dass ich mir damit Chancen verbaue... |
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"Man wird ja doch noch sagen dürfen!" Aber dann muss man auch die Antwort ertragen. Wenn _ich meine Meinung sage, werde ich wesentlich mehr sanktioniert als Leute, die sagen, dass der Jungbusch dreckig sei und die Bulgaren soundso. |
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Worum es eigentlich geht? |
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Gestern eine öffentliche Sitzung, eingeladen hatte das Gemeinschaftszentrum Jungbusch in der Person von Michael Scheuermann und ein Bewohner in der Person von Frank Maas. Thema war: Wohin geht der Jungbusch? und es folgte eine allgemeine Ablassstunde; abgelassen wurde alles, was einen Bürger so stört: Hundekacke, Kinder, die laut sind und in Hausflure kacken, Mülltüten auf der Straße, Lautstärke; natürlich auch Prostitution, Drogen und andere Kriminalität. Nicht, dass mich das nicht auch stören würde. Aber der Ton, die Herablassung, der mangelnde Respekt – das tut weh. |
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Anwesend waren wie immer großenteils Leute, die hier nicht wohnen. Alle außer vielleicht ca. dreien waren Mittelschichtler. |
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Alle Vorurteile wurden schnell mal wieder aufgetischt, aus eigener Anschauung, versteht sich. Dass der Leiter der Führungsgruppe im Polizeipräsidium, Herr Adler, bei anderer Versammlung explizit und wiederholt erläuterte, dass es seit der "Ost-Erweiterung", also seit viele Bulgaren im Jungbusch sind, keine erhöhte Kriminalität, Prostituiton oder Drogen gebe, geht an den Leuten vorbei. Sie sind faktenresistent. Wiederholt werden die immer gleichen Behauptungen, die teils aus Gerüchten zusammengezimmert werden, teils aus kleinen Dingen vergrößert, aus Einzelfällen verallgemeinert, und bestimmten Gruppen zugeschrieben. |
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Hier gab sich übrigens Herr Scheuermann Mühe, darauf hinzuwirken, dass niemand Probleme ethnifizieren solle. |
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Es gibt da eine gefährliche unheilige Allianz zwischen Geschäftsleuten, die überhöhte Profite machen wollen, Bürgern, die ihre Lebensweise zur allgemeinen alleinigen machen wollen, und Unterschichtlern, die ihr Milieu verraten und beschimpfen – um vielleicht doch noch was vom großen Kuchen abzubekommen. |
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Immobilienbesitzer haben nicht die Wertsteigerung bekommen, die sie sich von einem Umbau des Jungbusch erhofft hatten. Kneipiers nicht die Publikumsmasse, die sie erwarteten. |
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Dass wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin auch Geschäftsfrau! Ich verdiene auch Geld! Und trage Risiko. Ich rede von überzogenen Gewinnerwartungen aus Immobilienspekulation und der mangelnden Bereitschaft, Verluste zu tragen. Das ist der Preis höherer Gewinne, wenn man ein Geschäft hat! Das Risiko, bitte. |
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Nachdem dann ein bis zwei Stunden lang sich jeder von Herzen auskotzen konnte und nur bei extremen Anwürfen eingegriffen wurde (Beleidigungen sind übrigens nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt!) wurde sich doch noch darüber beschwert, dass man nicht sagen könne, was man denkt, ohne gleich eins drüber zu kriegen. |
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Sarrazin lässt grüßen. |
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Kurzer Exkurs: MeinungsfreiheitEs ist schon krass, dass man sogar das erklären muss. Haben denn eure 7 Jahre Sozialkundeunterricht nichts bewirkt??? "Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und wird in einer Verfassung als ein gegen die Staatsgewalt gerichtetes Grundrecht garantiert" wikipedia Also: man darf seine Meinung frei äußern, ohne dass der Staat einschreitet. Meinungsfreiheit ist nicht, dass die anderen nichts erwidern dürfen. Auch emotional reagieren! Eben das ist ja Meinungsfreiheit. Du sagst etwas, und ein anderer sagt etwas dagegen. Das Echo muss man schon vertragen, denn auch dieses ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Dass man evtl gesellschaftlich dabei verliert, ist etwas anderes. Und ganz etwas anderes ist es, wenn man eine gesellschaftliche Position hat. |
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Weiter mit unserer Versammlung. Mir fehlte in dem Ganzen das Wichtigste: Nicht ein Wort, wie man die Lage der Leute verbessern könnte. Nicht ein Wort, dass das Problem ein Soziales ist und nicht vom Jungbusch gelöst werden kann: wenn weite Bevölkerungsschichten verarmen. Nicht ein Wort, dass es nicht zielführend ist, wenn man Leute nur beschimpft, ohne Liebe, ohne Respekt. Nicht ein Wort des Mitgefühls, der Mitmenschlichkeit, der Freude an der Lebendigkeit und der Vielfalt hier. Der gleichberechtigten Teilhabe aller und der pluralen Lebensstile. |
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Man hat nun mal den Jungbusch als zukünftigen "Medienhafen" (Düsseldorf) oder "Duisburg Innenhafen" auserkoren. Prenzlauer Busch?? Ist es das, was ihr wollt??Die Einheimischen interessieren da nicht. Und die stellen sich noch auf die Seite der Verdränger! |
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Bürgerfamilien wollen ihre Kinder hier nicht aufwachsen lassen. Sie würden verlernen, was "normal" sei. Ja bitte, was ist denn normal? Das, was ihr als normal definiert?? Wart ihr noch nie in England zB, wo es dreckig ist und man bei Rot über die Straße geht? (es kommen dabei übrigens nicht massenhaft Kinder um...) Oder Japan... omg ihr glaubt, eure kleine Insel vom Rest der Welt abgrenzen zu können! |
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Eigentlich ist es ja süß, wie ihr euch an Mülltrennung und Hundekacke festhaltet. Und rings um euch brechen die Strukturen zusammen, die eine Gesellschaft zusammenhalten... |
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Lasst eure Kinder doch mal mehr Lebensklugheit lernen; Menschenkenntnis. Der Schulstoff ist schnell drin, wenn ihr sie gut erzieht und auf sie aufpasst. Ich kann aus vielfacher Beobachtung sagen, dass Kinder auch nicht durch den Kontakt zu "Schmuddelkindern" verkommen... (gab es nicht mal einen Degenhardt, der das sang???) |
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Dass hiesige Familien nicht wegziehen, weil es ihnen nicht gefällt, sondern weil sie keinen Wohnraum finden – das geht unter. Familien werden aus Wohnungen gemobbt, damit die neuen Eigentümer dort Geschäfte einrichten können. Oder um an Studierende zu vermieten, die viel mehr Profit bringen. Familien vergrößern sich, brauchen mehr Wohnraum – und finden keine bezahlbare Wohnung mehr. Sie ziehen weg. Nach Ludwigshafen zB. (Ich glaube, das findet dann Mannheim sogar gut! um sich dann nachher über Länder-Ausgleichszahlungen zu beschweren... ein gutes Beispiel im Kleinen, wie alles zusammenhängt und man nicht sein kleines Fleckchen Erde vom Rest trennen kann). |
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Zum Schluss gab es noch ein anschauliches Beispiel bulgarischer Roma-Diskriminierung: Ein bulgarischer Bulgare sprach und fing an, über Roma herzuziehen, dass jeder geschockt war. Ich hoffe, dass den Leuten damit sehr deutlich wurde, aus welchen Verhältnissen Roma und Türken aus Bulgarien, die dort unterdrückt wurden und immer noch werden, kommen! Und die meisten sind Roma. Sie haben am meisten zu leiden. |
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Wer wird hier immer dümmer? |
6. September 2010 |
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Irre! auf der Spiegel Bestseller Liste |
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Da stöbert man mal bei den Buchhandlungen, und kommt auf die Spiegel Bestseller Liste – gut, der Spiegel kann dafür jetzt auch wieder nichts – ein Buch von Manfred Lütz: „Irre! Wir behandeln die Falschen.“ |
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Da muss man ja mal reinlesen. Schon auf S. 1 hat der Mann leider voll geloost. Dass er nur die männliche Form benutze, aus Praktikabilitätsgründen; dazu ein Beispiel, das ja jeder einleuchten muss: „Wenn mann/frau mit seiner/ihrer Partner/in zusammenleben will, so wird er/sie zu ihr/ihm in ihre/seine oder er/sie in seine/ihre Wohnung ziehen müssen.“ Höchst manipulativ. Kannst du auch ganz schön so sagen: „Wenn eine Frau dann mit ihrem Partner zusammenleben will, oder er mit ihr, so wird sie zu ihm ziehen bzw. er zu ihr.“ Ist das so schwer? |
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Aber dann, die wenigen Seiten, die zum reinschnuppern online sind, geben es mir schon: also Hitler sei nicht psychisch krank gewesen, denn sonst wäre er schuldunfähig gewesen. Das ist gegen jede Rechtsprechung: „Psychopathen gelten in aller Regel als schuldfähig; nur in wenigen Fällen, etwa wenn weitere Störungen vorliegen, sieht man sie als vermindert schuldfähig an.“ wissenschafts-news |
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Herr Lutz begründet seine These von der nicht vorhandenen Krankheit des Hitler auf diesen wenigen Seiten auch noch damit, dass, wenn er krank gewesen wäre, man ihm nur Medikamente hätte geben müssen. |
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Ach, so behandelt man Psychopathie? Der Autor ist Psychiater! („Die meisten Therapieprogramme sind heutzutage verhaltenstherapeutisch und kognitiv-behavioral ausgerichtet.“ wikipedia) |
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Er führt sogar Argumente gegen eine psychische Erkrankung Hitlers ins Feld, die genau Psychopathie beschreiben! „Er war so normal, dass er sogar eine besondere Fähigkeit hatte, sich ganz genau auf die Normalen einzustellen, nämlich genau das zu sagen, was die hören wollten, was bei denen ankam […] Denn in der Tat bedurfte es einer gewaltigen Kommunikationsleistung, unter dem Einsatz populistischer Rhetorik höchst erfolgreich Stimmung für sich selbst zu machen, Menschen auf sich zu fixieren, für seine Zwecke zu benutzen...“ |
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Normal? Der Beweis für Hitlers Normalität?? Das ist leider nur dumm.
Solche Pseudologik mutet man uns heutzutage laufend zu. |
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nochmal, wikipedia, Psychopathie-Checkliste von Hare (auch wenn die Bezeichnungen der Krankheit heute etwas anders sind):
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Apartheid im Jungbusch |
28. Juli 2010 |
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Grüne wollen Stadtbild erhalten |
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Würden sie sich mit der gleichen Energie um die Menschen hier kümmern, hätte ich ja gar nichts dagegen. |
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Wenn sie nur genauso viel Herz für die Menschen zeigen würden wie für die alten Gemäuer! Da haben sie wieder einen Nebenschauplatz gefunden... |
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Es geht, nach der Teufelsbrücke, nun um dieses Haus: |
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„In einem Antrag fordert die Fraktion der Grünen im Gemeinderat von der Stadt rechtliche Maßnahmen, um das einheitliche Stadtbild der historischen Bauten im Jungbusch zu erhalten. [...] In ihrer Eingabe kritisieren die Grünen beispielhaft ein aktuelles Bauprojekt in der Jungbuschstraße, bei dem an einer gut erhaltenen Fassade aus der Gründerzeit der Sandstein abgeschlagen und eine Außendämmung sowie Zierelemente angebracht wurden. Die Partei begrüße zwar Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäude, fordere aber mehr Sensibilität und Rücksicht auf die städtebauliche Umgebung. So stellten Außendämmung und Zierelemente nicht nur gestalterische Fremdkörper dar, so der Antrag der Fraktion, sondern würden auch den relativ einheitlichen Charakter der Umgebung zerstören.“ Mannheimer Morgen v. 28. Juli 2010 |
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Wer soll das bezahlen? Die Sandsteinelemente waren nicht „gut erhalten“, sie zerbröselten. Sollte Ortsbildschutz durchgesetzt werden, werden Renovierungen sehr viel teurer. |
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Wenn ihr sowas fordert, müsst ihr gleichzeitig eine nennenswerte Förderung vorschlagen. Wo soll die herkommen, bei der derzeitigen stäüdtischen Haushaltslage, wo so viele Jugend- und Kulturprojekte zusammengestrichen werden??? Wo bleiben da eure Forderungen? Und dann werden die Mieten teurer, und noch mehr Familien verlassen das Viertel, weil sie keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden. Wo bleiben da eure Forderungen??? |
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Im übrigen gibt es in der Straße viele Häuser aus den 50er bis 70er Jahren. Die sind viel hässlicher. |
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Mir gefallen die billigen Applikationen auf dem Haus des Anstoßes auch bestimmt nicht, und nicht die Farbe, und die Deko-Malerei passt natürlich überhaupt nicht dazu. Allerdings wollte der Bauherr sich offensichtlich an die Umgebung anpassen. In dem Punkt muss ich dem Antrag Recht geben: Beratung tut not. |
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Aber den meisten Leuten aus dem Ort, mit denen ich gesprochen habe (Nicht-Bildungsbürger natürlich) gefiel das Haus: mal was anderes. |
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Warum lasst ihr nicht zu, dass auch andere Geschmäcker bedient werden? Immerhin sind das hier die Einheimischen, und nicht irgendwelche Leute, die hier Geld verdienen wollen oder sonst von außerhalb kommen. |
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Könnt ihr nicht mal über den Tellerrand blicken? Euer Geschmack ist nicht absolut! |
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Sehr schön herausgearbeitet hat die Abgrenzungsfunktion von Geschmack Pierre Bourdieu 1979 in seinem Buch „Die feinen Unterschiede“, wo er ein ebenso grandioses wie abgründiges Panorama ununterbrochener und in alle kulturellen Bereiche hineinreichender gesellschaftlicher Prestigekämpfe entwarf. Er zeigte, wie scheinbar Unpolitisches – der persönliche Geschmack eines Individuums bis zu den kleinsten Details der Wohnzimmereinrichtung – Ausdruck seiner spezifischen Klassenlage war, mehr noch: Waffe in einem immerwährenden Konflikt um gesellschaftliche Macht. taz v. 25.01.2002 |
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Bourdieu entwickelt eine Theorie, nach der Geschmack ein quasi Natur gewordenes gesellschaftliches Verhältnis ist, das über Symbole der Festigung und Reproduktion von Herrschaftsstrukturen dient. |
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oder: Vor allem ist die Differenzierung von Geschmack in Bezug auf die bildende Kunst für die Herstellung von Klasse auf symbolischer Ebene bedeutsam. So macht es z. B. einen Unterschied, ob jemand sogenannten Kitsch, van Gogh oder moderne Kunst bevorzugt. Darüber hinaus besitzen alltägliche Güter und Verhaltensweisen, wie z. B. die Bevorzugung von Fast Food und anderer übermäßiger Mahlzeiten auf der Seite der Angehörigen der unteren Klassen gegenüber teuren, gesunden und seltenen Nahrungsmitteln auf der Seite der „Herrschenden“ ebenfalls klassifizierende Wirkung. wikipedia |
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Der Vulkan |
26. Mai 2010 |
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schläft fast |
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nur noch Wasserdampf, immerhin die Wasserdampfsäule noch 2 km hoch! |
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Gertrud Schrenk
Jungbusch Str. 15
68159 Mannheim
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www.gertrud-schrenk.de